Klaus Rosenau mit Rekordergebnis
Uppenberg. Über 2000 Stimmen holte Klaus Rosenau (Grüne) am vergangenen Sonntag bei der Kommunalwahl im Wahlbezirk 5 – Uppenberg. Ein solch eindrucksvolles Ergebnis holte in den elf Jahren zuvor, in denen die Menschen vier Mal zu den Wahlurnen gerufen wurden, niemand. Mit 39,82 Prozent wurde der Bürgermeister der Stadt Münster erneut von den Uppenberger:innen mit einem Direktmandat in den Rat der Stadt Münster geschickt. Auch das zweitbeste Stimmenergebnis holte Rosenau. 2020 konnte er 1616 wahlberechtigte Einwohner:innen des Stadtbezirks von sich überzeugen. Hedwig Liekefedt (SPD) vereinte bei ihrem Wahlsieg 2014 in Uppenberg 1499 wahlberechtigte Menschen in Uppenberg hinter ihrer Kandidatur. Die langjährige Vorsitzende des Viertelsportvereins DJK GW Marathon Münster, bei dem übrigens Anfang der Nullerjahre Klaus Rosenau Trainer der ersten Fußball-Mannschaft war, beendete damit die Vormachtstellung der CDU in Uppenberg. Seit 1946, zuletzt die Kulturpolitikerin Helga Welker, die für die Christdemokrat:innen mehrmals das Direktmandat holte, war Uppenberg schwarz. Nach dem roten Intermezzo von 2014 bis 2020 ist der Stadtbezirk nun tiefgrün.

Zwölf Parteien, zwei kommunalpolitische Vereinigungen und zwei Einzelbewerber seit 2004 in Uppenberg
Neben den „Big Tree“ (Grüne, CDU und SPD) kandidierten von 2004 bis jetzt die Die Linke (2004 als PDS / Linke Liste), die FDP und die ÖDP bei jeder Kommunalwahl. Die rechtsradikale AfD stieg 2014 ein und Volt sowie Die Partei 2020. In diesem Jahr waren mit der IDL und dem Spektrum zwei Neue am Start. Vor fünf Jahren endete die Teilnahme der Piraten, die drei Mal (2009 – 2020) in Uppenberg kandidierte. Erstmals und einmal kandidierte vor fünf Jahren auch die Münsterliste. Bis 2014 stand im Wahlbezirk 5 auf dem Wahlschein auch die UWG Münster (2004 – 2014), die ebenfalls drei Mal kandidierte. Zudem gab es 2004 zwei Einzelbewerber in Uppenberg.

Uppenberg ist Vorreiter
Die politische Landschaft in Uppenberg veränderte sich etwas früher in Richtung grün, als in der Gesamtstadt oder auch im Uppenberger Nachbarbezirk Gievenbeck, der erst in diesem Jahr sich eindeutig der grünen Tendenz anschloss. Klaus Rosenau führt diesen Erfolg auf die gute Arbeit der Mandatsträger:innen seiner Partei zurück: „Die Grünen machen seit Jahren in Münster gute Arbeit. Alles wird zunächst diskutiert und erst dann folgen möglichst gemeinsame Entscheidungen, die dann in die Bezirksvertretungen, Ausschüsse und den Rat getragen werden.“ Auch, so zumindest Rosenaus Empfinden, hörten die grünen Politiker:innen den Menschen zu, um deren Meinung in ihre Parteientscheidungen einzubeziehen. Tatsächlich gibt Klaus Rosenau dafür schon morgen ein Beispiel, wenn er nur vier Tage nach seiner Wiederwahl in den Rat der Stadt Münster, der Bürgerinitiative l(i)ebenswertes Uppenberg einen Besuch abstattet.
Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative l(i)ebenswertes Uppenberg
Offenes Treffen der BI am Donnerstag von 18 Uhr bis 20 Uhr im Trockendock (Grevener Straße 152). Themen: Kommunalwahl in Uppenberg, Gespräch mit Rosenau, Umwandlung in einen eingetragenen Stadtteilverein, neue Angebote (zum Beispiel: Begleitung von Senior:innen bei Spaziergängen im Viertel).
Weitere Infos zum Treffen im Netz, per Email an werner@szybalski.de oder Telefon:0171-4162359.
Rosenau setzt zukünftige Schwerpunkte seiner politischen Arbeit
Der sportaffine Lehrer für Bankwesen und Recht ist seit Jugendzeiten im Sport unterwegs. Klar, dass auch in der neuen Wahlperiode die Leibesübungen dem Uppenberger Direktkandidaten am Herzen liegen. Dabei legt er auch ein besonderes Augenmerk auf Uppenberg: „Die städtische Anlage am Wienburgpark, die überwiegend von Marathon genutzt wird, ist noch nicht fertig. Da muss etwas geschehen.“

Zudem, so berichtet Klaus Rosenau, beschäftige den Kreisverband der Grünen – und natürlich ihn persönlich als direkt gewählter Mandatsträger – wie die zukünftige Nutzung des Polizeipräsidium, das in die Loddenheide umziehen wird, aussehen könnte. „Klar ist, das wir möglichst Wohnungen schaffen wollen. Aber die Umnutzung und Entwicklung des Vorhabens könnte durchaus Probleme in sich bergen. Ich möchte, sobald es möglich ist, gern eine Begehung des Präsidiums mit den Einwohnern machen. Vielleicht gibt es gute Ideen oder neue Einsichten“, so Rosenau
Völkerverständigung und friedliches Miteinander ist Rosenau sehr wichtig
„Natürlich werde ich mich auch weiterhin für die Städtepartnerschaften Münsters einsetzen. Dieses Thema liegt mir ebenfalls sehr am Herzen“, unterstrich der Ratsherr und aktuelle Bürgermeister. Ob er weiterhin dieses Ehrenamt ausüben wird, ist derzeit ungewiss: „Bürgermeister zu sein, ist ein ehrenvolles, interessantes und abwechslungsreiches Amt. Ich könnte mir durchaus vorstellen, weiterhin der Stadt Münster in dieser Funktion zur Verfügung zu stehen. Allerdings stellt sich unsere Fraktion neu auf. Da weiß ich natürlich jetzt noch nicht, was am Ende dabei rauskommt.“