Vorbereitungstreffen für Umwandlung in einen Stadtteilverein
Uppenberg. Es war etwas ruhig geworden um die Bürgerinitiative Uppenberg, die in den Nullerjahren aus der Aktionsgruppe „Koburg muss bleiben“ zur Rettung des damaligen DJK-Freibades vor den Sparplänen der Stadt Münster, die das beliebte und für das Viertel so wichtige sommerliche Vergnügen der Uppenberger:innen (und natürlich bei im Durchschnitt immer über 20.000 Besucher:innen im Jahr auch viele Nachbar:innen) aus Finanzgründen zu schließen überlegte. Die damalige Unterschriftenaktion hatte Erfolg, das Freibad wird inzwischen von der Stadt Münster betrieben und hat die längste Öffnungszeit alle Freibaäder in Münster, da die Koburg inzwischen an das Fernwärmenetz angeschlossen ist.

Einwohner:innen kennen den eigenen Stadtteil nicht
In den Westfälischen Nachrichten wurde im Zuge der Vorstellung der Wahlbezirke (Uppenberg ist der statistische Stadtteil 47 und der Stimmbezirk 5) Mitte August vom WN-Redakteur Pjer Biederstädt, der lange direkt am Rande von Uppenberg auf der Melchersstraße wohnte, über den flächenmässig schrumpfenden, aber an Einwohner:innen und Arbeitsplätzen wachsenden Stadtteil berichtete. Der Wahlbezirk 5 in Münster, der heute Uppenberg heißt, umfasst allerdings nicht den gesamten Stadtbezirk, denn noch immer beginnt Uppenberg am Neutor, umfasst auch das „Uppenberger Dreieck“ zwischen Ring, Grevener Straße und Steinfurter Straße, und führt die Schulstraße und Marientalstraße hoch bis an den Ring. Von dort nach Osten bis zur Kanalstraße und dann nordwärts im Blickfeld der Aa entlang des Wienburgparks bis zu in den Stadtteil Kinderhaus, der sich die nördlichen Teile Uppenbergs, zum Beispiel auch den Nubbenberg, einverleibte. Von der Kanalstraße südlich der Kleingartenanlage Münsterblick bis etwas südlich des Mitfahrer:innenparkplatzes beim Abzweig Wikinghege führt inzwischen die Grenze zwischen dem auf Kosten des erweiterten Stadtteils Kinderhaus die Grenze Uppenbergs. Ab da folgt die heutige Stadtteilgrenze die Steinfurter Straße hinunter bis zum Torhaus. Alte Karten sehen das heutige Klosterviertel, und zu Lasten von Sentrup und Gievenbeck auch die Fläche bis zum westlich gelegenen Wasserweg als Uppenberg an.

Das Zentrum Nord, deren Bewohner:innen bei Wahlen auch in Uppenberg abstimmen, gehört nicht wirklich nach Uppenberg, was aber durchaus ein Streitpunkt zwischen Heimatforscher:innen ist. Der erst spät geschaffene Nachbar Rumphorst ist im Kern aus der Bauerschaft Kemper hervorgegangen und dürfte auch Teile der Fläche des ehemaligen „Gut Nevinghoff“ sein eigen nennen. Dieses geografisch-geschichtliche Thema wird der in Gründung befindliche Verein Uppenberg mit dem Rumphostviertelverein ausdiskutieren.
Vorbereitungstreffen im Trockendock
Um wieder Schwung aufzunehmen, lädt die Bürgerinitiative L(i)ebenswertes Uppenberg am Donnerstag dem 18. September 2025, um 18 Uhr interessierte Uppenberger:innen zu einem Meinungsaustausch in das Trockendock (Ecke Jahnstraße / Grevener Straße 152) ein. Beim auf zwei Stunden angelegten Meinungsaustausch steht insbesondere der Wechsel in eine verbindlicher Organisationsform, einen Verein, im Zentrum. Zudem soll über Spaziergänge in Uppenberg, wieder eine eigene Webseite und vielleicht auch Zeitung (Uppenberger Nachrichten) für das Viertel, die Situation in der Nahversorgung und eine Themen, Fakten, Bilder und Artifakten für ein geplantes Buch über Uppenberg gesammelt werden. Werner Szybalski wird als Einführung etwas zum aktuellen Ergebnis der Kommunalwahl vom 14. September 2025 im Stimmbezirk 5 sowie zu den früheren Kommunalwahlergebnissen in Uppenberg sagen. Jede:r ist herzlich willkommen.
Weitere Infos gibt es nach Aufforderung per Email bei werner@szybalski.de oder am Telefon unter 0171-4162359.